BACKUP

Bitcoins bieten die Möglichkeit, dass man sie selber aufbewahren kann. Man ist also de facto seine eigene Bank. Das bringt Verantwortung, der man sich immer bewusst sein muss:

> Es gibt niemanden, der dir das Passwort zurücksetzen kann.
> Wenn du keinen Zugriff mehr auf deine Keys hast, kann dir niemand helfen.

Das ist alles kein Problem, sofern man sich seriös um die Aufbewahrung der wichtigen Daten kümmert. Mit den heutigen Wallets ist das auch sehr einfach. Die meisten Wallets sind sogenannte deterministische Wallets. Bei diesen werden alle Private Keys von einem Hauptschlüssel, dem Seed, abgeleitet. Alle generierten Private Keys dieser Wallets sind miteinander verwandt und können mit dem Ursprungs-Seed wiederhergestellt werden. So ein Seed besteht je nach Wallet aus 12, 18 oder 24 Seed-Wörter (einer Seed-Phrase). Mit dieser Seed-Phrase lässt sich die Wallet beliebig wiederherstellen. Aber Vorsicht, wer diese Seed-Phrase hat, hat die Kontrolle über die Coins. Das Backup dieser Seed-Phrase darf also weder verloren gehen noch in unbefugte Hände fallen.

Ein gutes Backup muss also diverse Bedingungen erfüllen:

Keine Keys oder Coins dürfen verloren sein.

Es muss gegen unbefugten Zugriff geschützt sein.

Die Wiederherstellung muss einfach funktionieren.

Es muss auffindbar sein.

Es soll nicht durch äussere Einflüsse unlesbar werden.

Es muss möglichst unvergänglich sein.

Es darf nicht von einem Hersteller abhängig sein.

Wie macht man also ein Backup?

Bewahrt man die Seed Wörter als Ganzes auf hat man die Gefahr, dass wer immer sie in die Finger kriegt Zugriff auf die Bitcoins hat. Viele Wallets bieten die Möglichkeit einer tusätzlichen Passphrase an. Zudem gibt es mittlerweile auch Wallets die eine kryptographische Aufteilung ermöglichen (Shamir).

Falls dem nicht so ist kann man die Aufteilung auch selbst machen.

Eine erste Idee wäre, die zum Beispiel 24 Wörter Seed-Phrase in zwei verschiedene Teile, in je 12 Wörter, aufzuteilen. Die eine Hälfte bewahrt man dann Zuhause auf, die andere im Schliessfach bei der Bank. Das ist schon mal nicht schlecht, aber man darf keine Hälfte verlieren. Es gibt aber noch eine bessere Variante. Man teilt die Wörter so auf, dass man drei Backups mit je 16 Wörter hat und mit beliebigen zwei von den drei Karten den kompletten Seed zusammenfügen kann.

Diese drei Backups bewahrt man geographisch an unterschiedlichen Orten auf.

Anstatt normales Papier verwendet man besser die resistenten Backup Karten Shiftcrypto.

Nun ist man mit dieser Backup Methode schon mal ziemlich gut unterwegs. Beschriebenes Papier ist aber nur mässig beständig gegenüber Umwelteinflüssen wie Feuer. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt für das Seed Backup Stahl oder Titan. Da existieren auch verschiedene Lösungen.

Eine super coole Schweizer Lösung ist hodlr.swiss.